Eigener Online-Shop seit einem Jahr

Ein Artikel in eigener Sache und vielleicht hilfreich für andere Softwareentwickler.

Seit gut einem Jahr haben wir nun einen eigenen Online-Shop. Davor haben wir unsere Webseite auf WordPress umgestellt und modernisiert. Die Jahre davor hatten wir eine eigenentwickelte Internetseite. Anfangs komplett selbst erstellt, sind wir irgendwann auf das Bootstrap-Framework gewechselt. Die Anforderungen an eine Webseite sind in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen.

Responsive Webseiten

Vor dem Smartphone-Boom musste eine Webseite nur auf dem Desktop eine gute Figur machen und auf den verbreiteten Bildschirmauflösungen gut funktionieren. Mobile Webseiten gab es zwar, aber die Fähigkeiten der Smartphones waren so gering, dass es meist darauf hinauslief, eine sehr abgespeckte Variante zu erstellen.

Mit den Smartphones und Tablets muss die Webseite nun auch auf diesen gut funktionieren. Während auf dem Desktop viel Platz ist, besonders in der Breite, ist das Smartphone immer noch recht klein und im Hochkant-Format. Die Webseite muss sich also je nach Bildschirmgröße anpassen.

Während die ersten Webseiten komplett selbst von mir erstellt worden sind, ist dies für eine responsive Webseite eine gewisse Herausforderung. Daher griff ich zum Bootstrap-Framework, welches einem sehr viel Arbeit abnimmt. Klar kann man sich als Softwareentwickler auch problemlos einarbeiten und solche Dinge komplett selbst erstellen, aber die Aufgabe Internetseite erstellen ist nicht der Hauptzweck. Die Zeit stecken wir lieber in die Weiterentwicklung der Software.

Die erste Version der Homepage

Vorteile von WordPress

Irgendwann kam der Punkt, an dem die Funktionalität der eigenen Webseite nicht mehr ausgereicht hat. Durch gute Erfahrungen mit WordPress in anderen Projekten, haben wir uns entschieden auch diese Webseite hier auf WordPress umzustellen. Ein großer Vorteil ist bereits die Blog-Funktion. Kurz über die News einer neuen Version informarieren geht einfach und schnell über die Weboberfläche. Durch die Vielzahl an Plugins kann die Funktion der Webseite schnell erweitert werden. Auch in Sachen Design gibt es jede Menge fertige Templates. Diese sind anpassbar, sodass die Webseite trotzdem im eigenen Design und Branding erscheint.

Der Nachteil der Plugins soll nicht unerwähnt bleiben. Es gibt zwar für jedes Problem ein passendes Plugin. Aber jedes Plugin benötigt regelmäßig Updates. Der Blick in den Admin-Bereich, ob Updates anstehen wird also zur Pflicht. Aus diesem Grund gilt es stets abzuwägen, welche Plugins installiert werden.

Online-Shop mit WooCommerce

Der nächste Schritt war dann vor einem knappen Jahr der eigene Online-Shop. Vorher haben wir unsere Software über den Dienstleister ShareIt verkauft. Dies funktioniert auch sehr gut und wer sich mit dem Thema nicht herumschlagen möchte, dem kann ich ShareIt empfehlen. Allerdings nimmt ShareIt auch eine ordentliche Provision für die Dienstleistung.

Mit WooCommerce steht für WordPress eine gute Plattform für den eigenen Online-Shop bereit. Warenkorbfunktionen, automatische Rechnungsstellung, Kundenlogins und viele weitere Funktionen stehen bereit. Wird eine Software gekauft, wird automatisch Key und Rechnung erstellt und dem Anwender zugesendet. Mehr noch, der Kunde kann sich jederzeit einloggen und den Freischaltschlüssel selbst abfragen. Man gewinnt ein großes Stück an Kundenbindung und Kontrolle zurück.

Für deutsche Anbieter gibt es zu beachten, dass WooCommerce für den amerikanischen Markt optimiert ist. Erst mit Plugins wie GermanMarket erreicht man einen rechtssicheren Shop. Diese Plugins sind dann im Gegensatz zur Grundversion von WooCommerce auch nicht kostenlos. Auch das Einrichten des eigenen Shops ist etwas Arbeit. Eine gute Woche sollte man einplanen.

Ein anderes Problem sind passende WooCommerce Themes in Deutsch. Die meisten Templates für WordPress funktionierten auch mit WooCommerce. Dies sollte man aber prüfen, ob alles gut aussieht. Ansonsten greift man direkt zu einem WooCommerce kompatiblen Theme.

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